B¨rger Stiftung Stormarn

Eine Masken-Spende für die Tafel in Trittau

Lübecker Nachrichten, erschienen am 17. Februar 2021 von Bettina Albrod

Spende macht es möglich:

Maskenausgabe bei der Trittauer Tafel Corona-Schutz für Menschen mit wenig Geld: Die Trittauer Bürgerstiftung hat 6000 medizinische Masken gespendet. Ausgegeben werden sie bei der Trittauer Tafel.

Trittauer Tafel

(Isabele Höftmann-Toebe (links) überbrachte die Masken Rainer Demuth (Mitte) von der Trittauer Tafel. Walter Nussel (2. v. links), Doris Otten (2. von rechts) und Bernd Geisler organisierten die Übergabe. Foto Bettina Albrod

Trittau

Menschen mit wenig Geld aus Trittau und dem Amt Trittau können ab sofort medizinische Masken bei der Trittauer Tafel bekommen. Möglich macht das eine Spende der Trittauer Bürgerstiftung, die der Ausgabestelle am Dienstag 6000 medizinische Masken übergeben hat. Die Masken sind made in Stormarn: Der Paul Albrechts Verlag (PAV) in Lütjensee hat die Masken hergestellt und zu einem niedrigen Preis an die Bürgerstiftung abgegeben.

Kontakt über Praktikant

„Entstanden ist die Idee, weil einer der Flüchtlinge, die wir bis zur Pandemie im Café International in der Wassermühle betreut haben, als Praktikant bei PAV arbeitet“, erklärt Ursula Otten, die gemeinsam mit Walter Nussel und Bernd Geisler zum Vorstand der Stiftung gehört. „Das hat uns auf die Idee gebracht, Masken für Menschen anzubieten, die wenig Geld haben.“ Denn gerade geflüchtete Menschen müssten mit wenig Geld auskommen und könnten sich die Masken nicht leisten. Auch für andere Haushalte mit geringem Einkommen sei der Kauf der erforderlichen Mund-Nase-Bedeckungen eine wirtschaftliche Belastung. Der PAV sei sofort bereit gewesen, die Aktion zu unterstützen.

Wöchentliche Ausgabe in Fünfer-Portionen

„Die Trittauer Tafel hat sich sofort bereit erklärt, die Masken zu verteilen“, lobt Nussel. Rainer Demuth von der Tafel habe eine Liste mit 408 Personen in 178 Haushalten zusammengestellt, die zum Empfang der Masken berechtigt sind. „Die Masken werden jetzt wöchentlich zunächst in Fünfer-Portionen bei der Tafel ausgegeben.“ So könne auch der Datenschutz gewahrt werden. Die Bürgerstiftung wolle damit Bedürftigen und Geflüchteten Hilfestellung leisten, um andere und sie selbst vor Ansteckung zu bewahren.

Geforderte Standards eingehalten

„Wir stellen die Masken nach allen geforderten Standards her“, erklärt Isabel Höftmann-Toebe, Geschäftsführerin von PAV. „Auch unsere Zulieferprodukte kommen alle aus Deutschland.“ Die Masken seien zertifiziert und damit sicher. Das 1925 gegründete Familienunternehmen stellt neben Druckerzeugnissen und Plastikkarten für Ausweise auch medizinische Masken her, die es in Comfort-Ausstattung mit breitem Band gibt. Das Kieler Wirtschaftsministerium hat den Paul Albrechts Verlag gerade mit rund 950 000 Euro für den Erwerb von Anlagen und Komponenten zur Produktion zertifizierter OP-Masken aus dem Landesprogramm Wirtschaft gefördert.

Stiftung sucht weitere Ehrenamtler

Die Trittauer Bürgerstiftung hat sich 2015 in der Trittauer Wassermühle gegründet. Die 20 Gründungsmitglieder wollen das bürgerschaftliche und ehrenamtliche Engagement in Trittau fördernd unterstützen. „Schön wäre es, wenn wir neue Ehrenamtliche fänden, die uns in der Stiftungsarbeit unterstützen könnten“, sagt Ursula Otten. Wer Interesse hat, kann sich bei Walter Nussel, erreichbar unter Telefon 041 54/825 80, melden. Die Masken können bei der Trittauer Tafel zu den Öffnungszeiten am Mittwoch von 15.30 bis 16.15 Uhr und am Donnerstag von 12 bis 13.15 Uhr abgeholt werden.